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Das "marine Oberoligocän" von Markraustädt bei Leipzig.

Credner, Hermann

Kurzfassung

In einer im Jahrgange 1878 dieser Zeitschrift erschienenen Abhandlung "über das Oligocän des Leipziger Kreises" wurde von mir u. A. der Nachweis geliefert, dass sich letzteres in 2 Braunkohlen führende Complexe von weisslichen Sanden und Thonen gliedert, welche durch das marine Mitteloligocän von einander getrennt werden. Die ältere dieser beiden Braunkohlenformationen, welche von dem marinen Mitteloligocän überlagert wird, wurde als unteroligocän, - die im Hangenden des marinen Mitteloligocäns zur Ablagerung gelangte jüngere Braunkohlenformation hingegen als ein terrestres Aequivalent des marinen Oberoligocäns Norddeutschlands, als eine Strand-, Dünen- und Sumpffacies des letzteren angesprochen. Das marine Mitteloligocän des Leipziger Kreises wurde, ähnlich wie durch Laspeyres dasjenige der Halle'schen Gegend, wiederum in 3 Stufen gegliedert: zu unterst die Stettiner Sande, - darüber der Septarienthon, - zu oberst der fossilfreie "obere Meeressand". Danach ergab sich folgendes Profil des sächsischen Alttertiärs: [...]