Original paper

Ueber den Glaukophan und seine Verbreitung in Gesteinen.

Oebbecke, Konrad

Kurzfassung

Chemische Eigenschaften des Glaukophan. Der Glaukophan ist in Säuren nur theilweise löslich. Vor dem Löthrohre wird er erst gelbbraun und schmilzt dann leicht zu einem olivengrünen Glase. Luedecke führt an, dass dieses Glas nach Hausmann's Angabe magnetisch sei, während er es als unmagnetisch gefunden hat. In der oben citirten Arbeit Hausmann's habe ich eine derartige Angabe nicht gefunden. Dort wird nur gesagt, dass das Pulver des Glaukophan schwach vom Magnet angezogen wird. Von Borax wird der Glaukophan unter starker Blasenbildung leicht zum klaren Glase aufgelöst, dasselbe zeigt heiss die Eisenfärbung. Von Phosphorsalz wird er, mit ähnlicher Eisenreaction, nur unvollkommen aufgelöst. Nach Liversidge färbt er vor dem Löthrohr die Flamme gelb, giebt mit kohlensaurem Natron Manganreaction und schmilzt zu einem dunklen Glase. Das olivengrüne Glas wird nach dem Erkalten aschgrau (Von Lasaulx). Von folgenden Glaukophanvorkommen ist die chemische Zusammensetzung bekannt: 1. Syra, Mittel zweier Analysen, ausgeführt von Schnedermann. Hausmann, l. c. pag. 197. 2. Syra, Luedecke. 3. Insel Groix, Von Lasaulx. Alkalienbestimmung von Bettendorf. 4. Zermatt, Bodewig. Mittel zweier Analysen. Im Original ist die Summe irrthümlich = 100,45 angegeben. 5. Zermatt, Berwerth. Dem Glaukophan war Paragonit beigemengt, dessen Menge nicht bestimmt werden konnte. 6. Umgegend der Balade mine, Neu-Caledonien, Liversidge. Mittel zweier Analysen. 7. Gastaldit, Cossa in der Arbeit von Struever. Mittel dreier Analysen.