Original paper

Zum Studium der Gesetze der Formenentwicklung

Goldschmidt

Kurzfassung

Herr Goldschmidt legte sodann die Anfänge von zweien seiner Publicationen vor, nämlich die 2te Lieferung des Index der Krystallformen der Mineralien, die den ersten Band dieses Werkes abschliesst, und das Formenverzeichniss bis incl. Buchstaben E führt, ausserdem die 18 bis jetzt fertig gestellten Tafeln seiner krystallographischen Projectionsbilder. Er führte, daran anknüpfend, aus, wie es zum Studium der Gesetze der Formenentwicklung erforderlich sei, die beiden Arten der Flächenangabe, die arithmetische (durch Zahlenangabe) und die geometrische (durch Abbildung, Projection) gleichzeitig anzuwenden. Zu diesem Zweck müsse man beide in einen engen Verband bringen. Er habe versucht, durch eine neue Art der Symbolisirung der Flächen, zusammen mit der den Bedürfnissen angepassten gnomonischen Projection, d.h. derjenigen Art der Projection, in welcher die Krystallflächen als Punkte, die Zonen als gerade Linien abgebildet werden, diese Verbindung herzustellen. Um zu zeigen, in welcher Weise dies geschehen sei, gab Redner eine Darstellung des Princips, welches dieser neuen, im Index angewendeten Symbolisirung zu Grunde liegt und das Symbol und Projection in folgender Weise verknüpft.