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Neuer Beitrag zur Kenntniss von Dicksoniites Pluckeneti Brongniart sp.

Sterzel, J. T.

Kurzfassung

Trotz der grossen Häufigkeit von Dicksoniites Pluckeneti, namentlich im sächsischen Carbon, sind fructificirende Exemplare dieser Art sehr selten. Ich habe deren bis jetzt nur etwa acht gesehen und vier davon früher beschrieben. Die charakteristische Blattdifferenzirung jener Art ist zwar häufiger zu beobachten; doch kommen Exemplare, die ein vollständiges und deutliches Bild von dem betreffenden Blattaufbau geben, auch nur vereinzelt vor. Ein Exemplar, welches die Fructification und Blattverzweigung gleichzeitig beobachten lässt, war bisher überhaupt noch nicht bekannt. Ein solches liegt aber nun vor in solcher Deutlichkeit und Schönheit, dass ich es einer besonderen Publication für werth halte. Zugleich dürfte es geeignet sein, die Berechtigung meiner Gattung Dicksoniites endgültig darzuthun und gewisse Einwürfe, welche namentlich von Stur dagegen erhoben worden sind, in's rechte Licht zu stellen. Ehe ich auf die weitere Beschreibung jenes Exemplars eingehe, will ich vorausschicken, dass sich durch die weiteren Beobachtungen des Dicksoniites Pluckeneti meine früher bezglich der Blattdifferenzirung und der Fructification dieser Art dargelegten Ansichten bestätigt haben, dass ich mich aber veranlasst sehe, eine früher von anderen Autoren und von mir (1883) zu jener Art gezogene Form von derselben zu trennen. Ich meine die in Fig. 7 und 8 jener Abhandlung abgebildeten Wedelfragmente von Wettin, sowie das von demselben Fundpunkte stammende Exemplar, welches Germar Taf. XII, Fig. 4 darstellte. Ich wurde zu einer erneuten Prüfung jener Reste angeregt durch eine briefliche Mittheilung von Weiss und durch dessen Referat im Neuen Jahrbuch für Mineralogie etc. (1883, Bd. II, pag. 419), worin die Zugehörigkeit des l. c. Fig. 7 abgebildeten Restes (Sphenopteris crispa Andrae) zu Dicksoniites Pluckeneti bezweifelt wird.