Original paper

Ueber Glaukophan und seine Verbreitung in Gesteinen.

Oebbeke, K.

Kurzfassung

Dank dem freundlichen Interesse, welches eine Anzahl Fachgenossen an meiner Notiz über den Glaukophan und seine Verbreitung in Gesteinen (diese Zeitschrift 1886, p. 634-653) genommen haben, bin ich in der Lage, einige Vorkommen und Ergänzungen nachzutragen. Den Herren Credner, Kalkowsky, Sauer und G. H. Williams bin ich für ihre brieflichen Mittheilungen und Uebersendung von mikroskopischen Präparaten sehr verpflichtet und benutze ich diese Gelegenheit mit aufrichtigster Freude, genannten Herren meinen besten Dank für die Antheilnahme, welche sie jener Zusammenstellung erwiesen haben, auszusprechen. Dem Literaturverzeichnisse sind einzufügen: [...]Ein Syenitporphyr mit feinkörniger Grundmasse aus der Nähe von Elbingerode am Harz ist nach Lossen durch den Gehalt an Glaukophan charakterisirt. In Schlesien ist die weite Verbreitung des Glaukophan in den Grünschiefern durch Kalkowsky nachgewiesen. Ein schönes Beispiel für das Vorkommen des Glaukophan bietet der Glaukophan im grünen Schiefer von Ludwigsdorf bei Kirschberg. Auf das Vorkommen des Glaukophan im sächsischen Erzgebirge wurde zuerst die Aufmerksamkeit durch Sauer gelenkt. Im Gebiete der Section Kupferberg finden sich Amphibolite und Eklogite in Form untergeordneter Einlagerungen in der Gneissformation. Sie sind durch den Wechsel in ihrer Zusammensetzung und Lagerung so eng verbunden, dass sie kartographisch nicht zu trennen sind. Sie enthalten Omphacit, Hornblende und Granat, ferner Zoisit, Titanit, Schwefelkies, Magnetkies und seltener noch Disthen, Orthoklas, Plagioklas, Fuchsit, Glaukophan, Chlorit und Biotit.