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Über Albit- und Epidot-Krystalle, ausgeschieden als Kluftausfüllung im Diabas der Pfaffenköpfe unterhalb Neuwerk an der Bode.

Lossen, K. A.

Kurzfassung

Die vorgelegten Silicatumbildungen verglich der Vortragende mit ganz ähnlichen aus der regional-metamorphischen Zone von Wippra im Südostharz, mit welcher das Zwischengebiet zwischen den Granitstöcken des Rammbergs und des Brockens im nördlichen Mittelharze überhaupt manche Erscheinungen des regionalen oder Dislocations-Metamorphismus namentlich an den antegranitischen Eruptivgesteinen und deren Tuffen gemein hat. Als einen weiteren Belag für diese Thatsache wurden, unter Hinweis auf die im Jahrbuche der königl. preuss. geolog. Landesanst. u. Bergakad. für 1885, p. 214 gemachte Mittheilung über die Umbildung des Quarzkeratophyrs des Elbingeroder Mühlenthals in einen sericitischen Schiefer, Handstücke eines Keratophyrs vorgezeigt, welchen die von Elbingerode nach. Rothehütte führende Eisenbahnanlage westlich von den Ahrendfelder Stolln in einem Durchstich durchquert. Dieselben zeigen im Kern das röthlich oxydirte massige Eruptivgestein mit den recht spärlichen rectangulären Feldspath-Einsprenglingen, während sie nach Aussen hin in ein sericitisches, ziemlich lebhaft grün-grau gefärbtes Schiefergestein übergehen, das auch in solchen Handstücken und grösseren Platten vorgelegt wurde, die ganz daraus bestehen. Letztere lassen deutlich erkennen, dass der Faltungsdruck, bevor er die unter Glimmerbildung entstandene feinere Schieferung bewirkte, eine Zerbrechung des spröden Feldspathgesteins in grössere, flach linsenförmige Theilkörper hervorgerufen hat, die unter dem fortwährenden Drucke alsdann Gleitbewegungen gegeneinander ausgeführt haben, demzufolge die Neubildungsproducte an ihrer Aussenfläche (Gleitfläche) besonders angehäuft erscheinen.