Original paper

Ueber eine diluviale Cardium - Bank zu Succase bei Elbing.

Jentzsch, Alfred

Kurzfassung

Vor einigen Jahren hat Herr Notling von Succase bei Elbing ein Diluvial-Profil beschrieben, welches ich bald darauf berichtigt und durch das eines kaum 10 m entfernten, Herrn Notling entgangenen Aufschlusses ergänzt habe. Bei einem im Mai 1887 gemeinsam mit den Herren Schröder und Wahnschaffe ausgeführten Besuche fanden wir das von Notling entdeckte Profil fast gänzlich verschüttet, das von mir beschriebene dagegen noch frisch und der von mir publicirten Abbildung genau entsprechend. Nur waren die Schichten d und e noch etwas weiter links zu verfolgen, sodass der Geschiebemergel d mit steilem, nordwestlichem Einfallen etwa bis zum Buchstaben S des abgebildeten Profils zu sehen war. Die Nordwand war diesmal etwas zugänglicher als bei meinem früheren Besuch, sodass es Herrn Schröder, von beiden Begleitern kräftig unterstützt, gelang, dieselbe zu erklimmen. Es zeigte sich nun, dass die Schicht h aus einem feinen, geschiebefreien Sande besteht, in dessen hangendster Partie Herr Schröder eine Anhäufung sehr mürber, aber deutlich bestimmbarer Schalen von Cardium edule L. auffand. Bei einem Exemplar lagen beide Klappen beisammen. Ausser Cardium sahen wir noch eine grössere glatte Bivalve, deren Erhaltungszustand keine Bestimmung gestattete. Die Cardium-Bank ist 1-5 cm mächtig und 7 m lang zu verfolgen. Nunmehr erscheint dieser Sand h als ident mit Notling's Sand a'; meine Bank i als ident mit Notlling's Schicht c', und durch die jetzt gestattete Combination beider Aufschlüsse gewinnen wir folgendes Profil: