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Über Anden-Laven des südlichen Columbien.

Küch

Kurzfassung

Wie schon aus früheren Untersuchungen hervorgeht, sind es chemisch ausserordentlich verschiedene Laven, welche sich an dem Aufbau der zahlreichen Vulkane der Anden betheiligen. Solches lehrt ein Blick auf die bisher bekannt gewordenen Analysen, welche z.B. in dem Kieselsäuregehalt sich zwischen ca. 55 und 77 pCt. bewegen. Nach dem bei uns übligen petrographischen System fallen diese Gesteine gleichwohl mit ganz geringen Ausnahmen unter den Begriff "Andesit", d.h. es sind jung-eruptive Gesteine, welche neben Plagioklas als wesentliche Gemengtheile eines oder mehrere der Mineralien Pyroxen, Amphibol und Biotit, enthalten, zu welchen sich für die Quarz-Andesite noch der Quarz gesellt. Die bisherigen Untersuchungen des Vortragenden, ausgeführt an dem von den Herren Reiss und Stübel gesammelten Material, erstrecken sich vorzugsweise auf Gesteine aus Columbia, während die grossen Vulcane Ecuadors noch der Untersuchung harren. Aus denselben geht indessen schon hervor, dass in den Anden in der That jene jüngeren Eruptivgesteine, welche zwischen Basalt einerseits und Trachyt resp. Liparit andererseits in der Mitte stehen, derart entwickelt sind, dass sie eine zwischen den genannten Gruppen in chemischer wie mineralogischer Beziehung continuirliche Reihe bilden. Eigentliche Basalte und eigentliche Trachyte und Liparite wurden nicht beobachtet.