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Über neue Fundorte schlesischer Minerale.

Dathe, Ernst

Kurzfassung

Rosenquarz fand der Vortragende am Nordgehänge der kleinen Hohen Eule zwischen dem Ober-Weg und dem Wege, welcher von den Sieben Kurfürsten zum Berggipfel führt. Daselbst liegen zahlreiche Blöcke eines weisslichen Quarzes, die nach ihrer Verbreitung einen nord-südlich streichenden Quarzgang anzeigen; in denselben kommt Rosenquarz in bis 1 dm starkem Streifen vor, welcher zum Theil die Schönheit des bekannten Rosenquarzes vom Rabenstein bei Zwiesel erreicht. Diese Quarzvarietät wurde auch in kleinen Stücken an der Westseite des Gipfels des Böhmsberges bei Lampersdorf und westlich bei Dorfbach im Eulengebirge vom Redner beobachtet. Fiedler erwähnt in seinen "Mineralien Schlesiens" diese Quarzabänderung nicht, wohl aber geschieht dies bereits in der geognost. Beschreibung eines Theiles von Niederschlesien etc. von Zobel und von Carnall, welche Trümer derselben in einem kleinkörnigen Grünstein am Neisserwehr bei Glatz auffanden. Apatit bricht in kleinen, höchstens linsengrossen, gelblich grünen Körnern und dünnen, bis 1 mm dicken und 1 cm langen Nadeln in Pegmatit, welcher im unteren Theile des Kalkgrundes bei Langenbielau in einem Amphibolite, mit dein krystallinischer Kalkstein lagenweise verknüpft ist, aufsetzt und durch einen Schürf aufgeschlossen worden ist. Sehr schöne smaragdgrüne und bis zu 2 cm lange und 1 mm dicke Apatitnadeln führt ein Pegmatit, welcher seiner Zeit von Geheimrath Beyrich westlich des Passes zwischen Friedrichsgrund und Steinseifersdorf gesammelt und vom Vortragenden gleichfalls mit vorgezeigt wurde.