Original paper

Über Phonolith von Nagy-Köves

Lossen, K. A.

Kurzfassung

Herr K. A. Lossen legte Handstücke des früher bald als Diorit, bald als Dolerit angesprochenen, durch vom Rath später als Teschenit bezeichneten, endlich durch K. Hofmann und danach durch Rohrbach richtiger dem Phonolith zugerechneten Gesteins von Nagy-Köves bei Fünfkirchen in Ungarn vor. Dass das Gestein seiner mineralisch-chemischen Zusammensetzung nach in der That nur der Reihe der Gesteine angehören kann, welche neben vorherrschendem Alkalifeldspath noch ein basisches Alkalithonerdesilicat und ein natronreiches Bisilicat enthalten, beweist nachstehende, im Laboratorium der kgl. Bergakademie auf Veranlassung des Vortragenden durch Herrn Gremse ausgeführte Analyse: [...] Ein typischer Phonolith ist das Gestein gleichwohl nicht, denn structurell gehört dasselbe, wie schon die früheren irrigen Bestimmungen Diorit, Dolerit, Teschenit erkennen lassen, nicht zu den Grundmassen- oder Porphyr-Gesteine.