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Bemerkungen über einige Encrinus-Arten.

Eck, H.

Kurzfassung

1. Encrinus sp. von Crailsheim. Aus dem Trochitenkalkstein des oberen Muschelkalkes bei der Gaismühle unweit Crailsheim in Württemberg bewahrt das konigl. Naturaliencabinet in Stuttgart aus der Weissmann'schen Sammlung zwei neben- und aufeinander liegende Encrinus-Kronen (vergl. Holzschnitt Fig. 1), deren Untersuchung Herr Fraas in dankenswerther Weise gestattete. Der Kelch der grösseren Krone besitzt einen Patinadurchmesser (von der Mitte einer Seite des Pentagons zur gegenüber liegenden Ecke gemessen) von kaum 8 mm, einen Basisdurchmesser von 4 mm. Der innere Basalkreis ist durch die Säule verdeckt. Der äussere Basalkreis besteht aus 5 symmetrisch-pentagonalen Täfelchen, deren Höhe (von der Grundkante zur gegenüberliegenden Ecke) 2 mm, deren Basis reichlich 1 mm und Diagonale (Verbindungslinie der beiden nicht an der Grundkante gelegenen gleichen Winkel) 2 mm beträgt. Sie bilden mit der Stielaxe einen Winkel von etwa 40° und sind oben etwas nach aussen gebogen. Die Basis ist daher von der Seite her vollkommen sichtbar. Alternirend mit den Basaltäfelchen folgen die wenig schräg zur Säulenaxe stehenden 5 Radialia erster Ordnung von symmetrisch-pentagonaler Form, mit einer Höhe von reichlich 2 mm, unteren Breite von 3 mm, oberen Breite von 4,5 mm; sie sind verdickt, und zwar in der Mitte mehr als an den Grenzen gegen die Nachbar-Radialstücke, sodass zwischen Stengel und äusserem Theile der Radialia eine Vertiefung vorhanden und die Basis in einer Einsenkung gelegen ist. Die ersten Radialia sind durch eine Furche von denen zweiter Ordnung getrennt; die letzteren sind oblong, haben seitlich eine Höhe von 1,5 mm, in der Mitte von 1,75 mm und eine Breite von 4,5 mm. Die axillaren Radialia dritter Ordnung sind in der Mitte 2 mm, seitlich 1 mm hoch, 4,75 mm breit und von den Radialia zweiter Ordnung nicht durch eine Furche getrennt. Beide sind gemeinsam in der Mitte angeschwollen, fast stumpf gekielt, sodass von hier aus die Oberfläche beider dachförmig nach beiden Seiten abfällt, wodurch zwischen zwei benachbarten Radien grubige Vertiefungen entstehen, welche in ihrem oberen Theile den Armen zufallen.