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Zur Kenntniss der Bildung und Umbildung von Silicaten.

Lemberg, J.

Kurzfassung

I. Nachdem in einer früheren Arbeit (diese Zeitschrift 1883, p. 576) dargelhan, dass kaolinartige Zersetzungsproducte und besonders Kaolin selbst sich leicht mit Silicaten der Alkalien und alkalischen Erden zu zeolithartigen Verbindungen vereinigen, war eine nähere Untersuchung dieser letzteren geboten. Nach den Ergebnissen einer späteren Arbeit (diese Zeitschr., 1885, p. 991) war zu erwarten, dass Kaolin mit Natronsilicat-Lösung bei hoher Temperatur behandelt, in Silicate der Analcim-Reihe umgewandelt wird, was durch folgende Versuche wahrscheinlich gemacht wird. Es wurde Kaolin (von Carlsbad) 190 Stunden lang bei 200-220° C. erhitzt mit folgenden Lösungen: No. 1. Mit Na2O SiO2 - Lösung; es hatten sich neben spärlichen feinen Säulen, die durch Schlämmen möglichst entfernt wurden, runde Körner von radialfaserigem Gefüge gebildet. Aehnliche Silicate waren früher aus Seebachit, Herschelit und Phillipsit dargestellt worden; auch das in der älteren Arbeit (1883, p. 577) untersuchte Silicat No. 20 muss ein basischer Analcim sein, und nicht, wie vermuthet wurde, ein Natrolith. Der Analcim No. 1, mit KCl-Lösung bei 210° 100 Stunden lang behandelt, geht in den zugehörigen Leucit No. 1 a über; die weiter folgenden Leucite sind genau in derselben Weise aus den entsprechenden Analcimen dargestellt.