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Ueber einen ungewöhnlich grossen Ammonites Coesfeldiensis Schl.

Landois, H.

Kurzfassung

Wahrscheinlich das grösste Exemplar von einem Ammoniten gelangte dieser Tage in den Besitz des hiesigen westfälischen zoologischen Gartens. Sollten an anderen Orten vielleicht noch grössere Individuen gefunden sein, so bitten wir ergebenst um gütige Mittheilung von deren Maassen. Unser Exemplar misst im Durchmesser 1,50 m, bei einer Dicke von 35 cm. Die letzte Kammer (Wohnkammer) ist nicht mehr erhalten, sodass beim Leben des Thieres das Gehäuse noch bedeutend grösser war. Dieses Riesenexemplar wurde in einem Steinbruche des Besitzers Kortmann in der Dorfbauerschaft Seppenrade gefunden. Der Steinbruch liefert nur minderwerthige kalkhaltige Sandsteine zu Fundamentbauten. Der Ammonit lag in einer etwa 60 cm dicken Steinbank, darüber 3,40 m sandiger Mergel, 60 cm Lehm und ebensoviel Sand, also im Ganzen 4,6 m tief. Da die Umrisslinien der Loben und Sättel noch ziemlich gut erhalten sind, konnte das Exemplar als Ammonites Coesfeldiensis Schl. bestimmt werden. Das Gewicht des versteinerten Gehäuses beträgt 1250 kg. Um die genauere geologische Lage unseres Riesen-Ammoniten bestimmen zu können, hatten wir uns an Herrn Nopto in Seppenrade mit der Bitte gewandt, doch in dem Steinbruche nach Belemniten zu suchen. Nopto fand an der Fundstelle mehrere derselben, im Ganzen sechs. Sie konnten mit Sicherheit als Belemnites mucronatus bestimmt werden. Fünf derselben gehörten älteren Exemplaren an, mit folgenden Maassen: [...]