Original paper

Einige neue Erwerbungen der Mineralogischen Sammlung der königl. Berg-Akademie:

Robert, Scheibe

Kurzfassung

1. Die vorgelegten Krystalle des Eisenglanzes von Elba zeichnen sich durch Flächenreichthum aus. Neben den vorherrschenden und den Typus bestimmenden Gestalten R. 1/4 R. 4/3 P2 treten auf die Rhomboëder: 1/2 R. - 5R. - 2R. - R. - 7/10 R. - 2/5 R. - 1/8 R, die Pyramide 2ter Ordn. 10/3 P2, die Säule 8P2 und das Skalenoëder 2/5 R3. Das Symbol eines beiderseits von - 2 R liegenden Skalenoëders konnte noch nicht bestimmt werden. - Ein anderer Eisenglanzkrystall zeigt neben 1/4 R. R. 4/3 P2 in der Zone R : 4/3 P2 zwei Formen, für welche die Symbole 3/5 R 3 und 9/77 R11 (= 1/6 a : 1/11 a : 1/5 a : 9/77 c) gefunden wurden. 2. Die Quarze aus dem Granit von Baveno sind meist klein und zeigen ausser Säule, Dihexaëder und Rhombenflächen über letzteren auf den Dihexaëderflächen theils rechts, theils links die Trapezflächen (= 1/3 a : 1/5 a : 1/2 a : 1/3 c) = + 5/3 P 5/2. An einem Krystall tritt sehr schmal eine Fläche des nächsten stumpferen Dihexaëders (a : 1/2 a : a : 1/2 c) = + P2 auf. 3. In Truskaviec bei Drohobycz (Regbez. Lemberg, Galizien) wurde vor einigen Jahren in 21 m Tiefe in den Ozokerit führenden grauen Thonschiefern und Mergeln Schwefel gefunden, der in Schnüren das Gestein durchzog und in Hohlräumen auskrystallisirt war.