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Über die obere Kreide von Umtamfuna an der Küste von Süd-Natal.

Gottsche, Karl

Kurzfassung

Das von Ch. L. Griesbach an Ort und Stelle gesammelte Material, welches im naturhistorischen Museum zu Hamburg aufbewahrt wird, ist nach einer neuerlichen Revision reichhaltiger, als Griesbach's Angaben in Quart. Journ. London geol. Soc., 1871, p. 54 vermuthen lassen. Die Molluskenfauna beläuft sich auf 61 Arten, von denen 37 aus der Kreide Indiens bekannt sind. Die Mehrzahl der Cephalopoden ist mit Arten der Ootatoor-group, die Mehrzahl der Gastropoden mit solchen der Trichinopoli-group identisch, während einige Pelekypoden, Echinodermen und der wichtige Ammonites (Haploceras) Gardeni Baily auf Arrialoor hinweisen. Es würden somit die Kreideablagerungen von Umtamfuna trotz ihrer verschwindenden Mächtigkeit der ganzen Schichtenfolge vom Ootatoor bis in's Arrialoor, also der ganzen oberen Kreide mit Ausschluss etwa des Obersenon entsprechen. Darauf legte Derselbe ein Geschiebe von hellgelbem, mergeligem Dolomit mit Eurypterus Fischeri Eichw. vor, welches Herr stud. Stolley bei Kiel gesammelt hat. Der Kopf (18 mm lang, 26 mm breit) ist beinahe vollständig erhalten, ebenso das erste schmale Thoracalglied. Das folgende Segment ist weggesprengt, bis auf den Abdruck eines Theils der Unterseite resp. des Operculums. Dames hat bereits (diese Zeitschrift, XXX, p. 687) 1878 ein derartiges Geschiebe von Königsberg beschrieben und auf den obersilurischen Eurypterus-Horizont von Rootziküll auf Oesel zurückgeführt; aber ausserhalb Ostpreussens sind die Oesel'schen Eurypterus-Dolomite bisher nicht als Geschiebe beobachtet. Derselbe legte endlich die Molluskenfauna des Mitteloligocäns von Itzehoe vor.