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Über die Chiastolith genannte Varietät des Andalusit.

Rohrbach, C. E. M.

Kurzfassung

Schon in sehr früher Zeit hat der lapis crucifer der Bretagne (Barrois citirt eine Abhandlung von 1577: Roch le Baillif de l'antiquite et singularite de la Bretagne) durch die eigentümliche Kreuzzeichnung, welche auf dem Querbruch der säulenförmigen Krystalle hervortritt, die Aufmerksamkeit auf sich gezogen. Seit Hauy, welcher ausser dem klassischen Vorkommen der Bretagne auch bereits das von St. Jago di Compostella und von Barège in den Pyrenäen kannte, ist er dann vielfach der Gegenstand eingehender Untersuchungen gewesen und an zahlreichen anderen Orten aufgefunden worden. Hauy gibt die wichtigsten Eigentümlichkeiten des Minerals bereits mit bemerkenswerther Vollständigkeit an; er unterscheidet die lichte Substanz von der dunklen des schwarzen Kreuzes, er vergleicht erstere bereits mit dem Speckstein (beaucoup de rapport avec la pierre de lard), und bekanntlich sind ja die meisten Chiastolithe bereits in denselben umgewandelt, weiss jedoch, dass dazwischen auch noch härtere Partieen sich finden, welche dann auch die Spaltbarkeit noch zeigen (rayant la verre, lorsqu'slle a le tissu sensiblement lamelleux); er beobachtet auch, dass die schwarzen Partieen des Krystalles mit weisser Substanz noch durchsetzt sind (en examinent de pres la substance noirâtre on voit, qu'elle est mélangée de la substance blanchâtre ou nacrée) und dass die schwarze Substanz mit dem umgebenden Thonschiefer übereinstimmt (quant à la matière noirâtre, eile présente les mêmes caractères que la roche qui enveloppe les prismes).