Original paper

Über Petrefacten aus dem Buchberg-Acker Quarzitrücken, NW-Harz

Halfar, A.

Kurzfassung

Herr A. Halfar legte vor und besprach Petrefacten, nach welchen er im Auftrage der geologischen Landesanstalt im südlichen Theile des Nordwest-Harzes an der nordwestlichen Seite des Bruchberg-Acker-Quarzitrückens im verflossenen Spätsommer geforscht hatte. Es hatte sich zunächst nur um die weitere paläontologische Ausbeutung eines Crinoidenstiele führenden, fast schwarzen, vermeintlichen Bänkchens von höchst unreinem, an Schwefelkies reichem, plattenförmig geschichtetem Kalkstein gehandelt. Dasselbe war nordöstlich von Osterode in einem, die "Grosse Schacht" genannten Nebenthale zum Sösethal, kaum 2 Kilom. südwestlich von Riefensbeek, vor etwa 41/2 Jahren von den Herren Beyrich und E. Kayser in ihrem Alter nach durchaus fraglichen, theilweise gebänderten, Wetzschiefer-artigen Thonschiefern zwischen zwei verschieden mächtigen Kieselschiefer-Zonen entdeckt worden und verdiente wegen des ersten sicheren Petrefactenfundes in jener Gegend, zumal seine Einschlüsse vielleicht einen Schluss auf das Alter des Bruchberg-Acker-Quarzits gestatteten, mit Recht alle Beachtung. Herr v. Groddeck, welcher zuerst die fragliche Schicht auf weitere Versteinerungen ausbeutete, fand in ihr trotz emsigsten, mühevollsten Nachsuchens nur die schon gekannten Crinoidenstiele, wozu er jedoch aus den sie unmittelbar einschliessenden Thonschiefern ausser einem etwa 2 mm dicken, verkiesten Orthoceras noch einen ebenfalls verkiesten Zweischaler erhielt, den er vorläufig zu Avicula stellte. Dem Vortragenden gelang es auch nur, aus dem Bänderschiefer, dicht neben der alten aufgeschürften Fundstelle, den Hohldruck eines annähernd fingerdicken Orthoceras zu erhalten, wogegen er das von Herrn v. Groddeck untersuchte Bänkchen fast gar nicht mehr vorfand.