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Ueber einige Cephalopoden aus dem Röth und unteren Muschelkalk von Jena.

Wagner, Richard

Kurzfassung

Beneckeïa tenuis v. Seebach. In Band 31, Jahrg. 1879, p. 273-275 dieser Zeitschrift gab Herr Eck eine sehr genaue Beschreibung von Ammonites Buchi v. Alb. und führte auf Grund derselben den Nachweis, dass der von Herrn F. Römer als Ammonites Buchii v. Alb. abgebildete Ammonit aus Röthdolomit von Lendzin in Oberschlesien sich von den typischen Vorkommen dieser Art aus unterem Muschelkalk unterscheidet "durch beträchtlichere Breite der Loben, geringere Breite der Sättel und die Form des Siphonals." Neuerdings hat Herr v. Mojsisovics die beiden "bisher gewöhnlich unter der Bezeichnung Ammonites (Goniatites, Ceratites) Buchi v. Alb. zusammengefassten Formen" des Röth und des Muschelkalks der germanischen Trias einer weiteren Besprechung unterzogen und, an der Hand genauer Lobenzeichnungen von Vorkommen aus dem Röthdolomit von Plaza im Krakauischen, erwiesen, dass die beiden schon durch das Lager geschiedenen Formen auch specifisch verschieden seien und dieselben als Beneckeïa tenuis und B. Buchi seiner Gattung Beneckeïa zugetheilt, die sich durch die hochmündige, scharf gekielte, flache Scheibenform des Gehäuses an die in dem oberen Muschelkalk der Alpen zuerst auftretende Gattung Longobardites E. v. Mojs. der Familie der Pinacoceratiden v. Mojs. anreiht. Wenn der Verfasser dieser Notizen nochmals auf die beiden Formen der Gattung Beneckeïa zurückkommt, nachdem über dieselben die Akten als geschlossen gelten können, so geschieht dies, weil er in den letzten Jahren aus dem Röth und Muschelkalk der hiesigen Gegend ein Material zusammengebracht hat, das einestheils die früher über diesen Gegenstand gesammelten Beobachtungen bestätigt, anderentheils aber auch dieselben zu ergänzen geeignet ist, besonders betreffs der Beneckeïa tenuis, von der bis jetzt, meines Wissens, nur ziemlich vereinzeltes Material aufgefunden worden ist.