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Ueber Augit führende Diorite im Schwarzwalde.

Eck

Kurzfassung

Auf meiner im Jahre 1885 erschienenen geognostischen Karte der weiteren Umgebungen der Renchbäder wurden zwei Dioritvorkommnisse aufgetragen, von welchen dasjenige beim Gehöft Buseck südsüdwestlich von Oberkirch bisher unbekannt war, das andere im Thale oberhalb Riedle östlich von Offenburg von Herrn Platz 1867 (Beiträge zur Statistik der inneren Verwaltung des Grossherzogthums Baden, Heft 25, p. 11) als Labradorporphyr, 1883 (Geologische Skizze des Grossherzogthums Baden, p. 12) als Diorit aufgeführt wurde. Der Diorit von Buseck ist nicht anstehend, sondern nur in zahlreichen, ziemlich ansehnlichen Blöcken auf der Anhöhe 380 m zu beobachten, an deren Südwest-Abhänge das genannte Gehöft sich befindet. Das Verbreitungsgebiet der Blöcke ist nur ein kleines, einzelne derselben sind in das nach West hinabziehende Diebersbachthal hinuntergeführt worden. Ob das Gestein als eine Ausscheidung innerhalb des ringsum anstehenden Granitits zu betrachten ist oder eine denselben durchsetzende jüngere Eruptivmasse darstellt, ist nicht sicher zu ermitteln. Das schwarze, schwer zersprengbare, mittel- bis grobkörnige Gestein lässt makroskopisch als Gemengtheile licht grünlichen, grünlich oder graulich weissen Plagioklas in meist leistenförmigen Krystallen, rabenschwarzen Amphibol oder Augit und braunen Biotit erkennen, denen sich etwas Quarz, Magneteisen, Eisenkies in kleinen Würfelchen, Kupferkies und Magnetkies in kleinen eingesprengten Partieen hinzugesellen. In Dünnschliffen erweist sich dasselbe unter dem Mikroskop als holokrystallin. Die Plagioklase sind zum Theil ausser nach dem Albitgesetz gleichzeitig nach dem Periklingesetz verzwillingt, derart, dass die nach dem letzteren Gesetz eingeschalteten Lamellen entweder durch alle Individuen eines Viellingskrystalls nach dem Albitgesetz oder nur durch einen Theil oder nur durch einzelne derselben hindurchsetzen; sie enthalten Einschlüsse von Magneteisen, Biotit und Augit und sind zuweilen im Inneren in ein Haufwerk feiner irisireuder Blättchen (Muscovit) umgewandelt.