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Die Stegocephalen und Saurier aus dem Rothliegenden des Plauen'schen Grundes bei Dresden.

Credner, Hermann

Kurzfassung

Siebenter Theil. Palaeohatteria longicaudata Cred. Schon seit Jahren befinde ich mich im Besitze mehrerer Exemplare von Skeletten aus dem Rothliegend-Kalk von Nieder-Hässlich im Plauen'schen Grunde, die sich vor ihren dortigen Genossen durch ihre Grösse, ihre langen Rippen, ihre starkwandigen, biconcaven Wirbelhülsen, durch ihren ausserordentlich langen Schwanz, sowie durch ihre wohl erhaltenen Hand- und Fusswurzelknochen auf den ersten Blick unterscheiden. Ich hielt sie trotzdem anfänglich ebenfalls für Stegocephalen, wenn auch für Repräsentanten einer besonderen Gruppe, verkannte aber schon damals ihre Aehnlichkeit mit gewissen Reptilien nicht. Seitdem haben sich die Reste dieses interessanten paläozoischen Wirbelthieres in unserer Sammlung um so viele gemehrt, dass mir augenblicklich die z. Th. wohlerhaltenen Skeletttheile von 16 Individuen und zwar fast alle auf Platte und Gegenplatte vorliegen. Bei der allmählich weiter fortgeführten, vergleichenden Untersuchung stellte sich mit immer grösserer Sicherheit heraus, dass wir es mit einem echten Reptil zu thun haben und zwar mit einem Rhynchocephalen, nämlich mit einem Verwandten der neuseeländischen Hatteria. Wegen der mannichfaltigen Beziehungen zu letzterer habe ich diesen uralten Vertreter jener Ordnung als Palaeohatteria bezeichnen zu dürfen geglaubt. Auch diesmal habe ich die Beihülfe meines Schülers, des Herrn Franz Etzold im Sammeln der beschriebenen Reste und im Reinzeichnen der Mehrzahl der gegebenen Abbildungen dankbar anzuerkennen.