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Ein neues Stück der südlichen baltischen Endmoräne.

Berendt, G.

Kurzfassung

An einer ganz anderen Stelle, als ich noch in diesem Frühjahr vermuthete, hat sich inzwischen die östliche Fortsetzung der grossen, nunmehr aus der Gegend von Alt- und Neu-Strehlitz bis Oderberg klar vor aller Augen liegenden Endmoräne gezeigt. Zwar war meine Vermuthung, dass die mir in früheren Jahren gerade an den höchsten Punkten des hinterpommerschen Höhenzuges bekannt gewordenen ausserordentlichen Geschiebepackungen wirklich Theile einer grossen Endmoräne seien, vollkommen gerechtfertigt und ist eine solche Endmoräne in der Gegend zwischen Pollnow und Bublitz durch Herrn Keilhack in diesem Sommer in der That aufgefunden und verfolgt worden, worüber eingehende Mittheilungen desselben in nächster Aussicht stehen. Ebenso sicher dürfte es jedoch inzwischen geworden sein, dass wir es dort in Hinterpommern mit Theilen einer weit rückwärts gelegenen, der Zeit nach also auch etwas jüngeren Endmoräne zu thun haben, deren westlicher Beginn innerhalb eines der am meisten nördlich gelegenen Eugen Geinitz'schen Geschiebestreifen zu suchen ist. Bald nachdem ich meine erste Mittheilung über die grosse südliche Endmoräne durch die Post versandt hatte, erhielt ich von befreundeter Seite die Gegenmittheilung, dass ähnliche Moränenbildungen, wie ich beschrieben, auch im Züllichau-Schwiebuser Kreise sich fänden. Die Nachricht kam mir um so überraschender, als ich in meiner Jugend mehrfach im dortigen Kreise bei Verwandten auf dem Lande gewesen und mir die ganze Gegend in Gedanken stets als in geologischer Hinsicht besonders einförmig in Erinnerung geblieben war.