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Körniger Topasfels im Greisen bei Geyer.

His, Wilhelm; Salomon H.

Kurzfassung

In dem Granit vom Greifensteiner Typus, welcher in Form von kleinen Stöcken die Glimmerschiefer-Formation des sächsischen Erzgebirges bei Geyer und Ehrenfriedersdorf durchsetzt, bildet Topas einen weit verbreiteten, wenn auch nur selten etwas mehr in den Vordergrund tretenden Gemengtheil. Ueber ihn sagt Schalch (1. c., p. 45-46) Folgendes: "Der Topas betheiligt sich stellenweise sehr reichlich an der Zusammensetzung des Granits. Er bildet in diesem Falle kleine, höchstens wenige Millimeter grosse, meist unregelmässig begrenzte oder nur einzelne Krystallflächen zeigende Körnchen, die sich durch ihre bläulich weisse Farbe und ihren starken Glasglanz unschwer von den übrigen Gemengtheilen des Granites unterscheiden lassen. In gut ausgebildeten, wasserhellen bis licht gelblichen, durchscheinenden Krystallen findet sich Topas in grobkörnigen, pegmatitischen Ausscheidungen des Granits, sowie in den die Einschlüsse von Glimmerschiefer-Fragmenten umgebenden grobkörnigen Rinden. Unter den Combinationsformen herrschen P8 und 8P stets vor; OP ist zwar vorhanden, aber klein ausgebildet und rauh; auch 8 P 2, sowie mehrere kleine Pyramidenflächen sind nachgewiesen worden. Aus der Thatsache, dass die Grösse der Topaskrystalle und diejenige des granitischen Kornes einander proportional sind, lässt sich schliessen, dass die Topase sich gleichzeitig mit den anderen Gemengtheilen des Granites ausgeschieden haben." Der grösste der drei zusammengehörigen Granitstöcke, nämlich die Ziegelsberger Granitpartie, ist wie der Aufschluss am Schiesshaus bei Geyer zeigt (1. c., p. 47-48), stellenweise durch einen Silicificirungsprocess, ähnlich demjenigen, welcher sich an so vielen Stellen des Eibenstocker Granitmassivs vollzogen hat, in Greisen verwandelt worden, der hier aus einem gleichmässig körnigen Aggregat von Eisenlithion - Glimmer und Quarz besteht.