Original paper

Über die Umwandlung, welche die kulmischen und devonischen Kieselschiefer (Lydite, Phtanite) innerhalb der Contactzonen um den Brockengranit und den Gabbro oder Quarzaugitdiorit erlitten haben.

Lossen, K. A.

Kurzfassung

Wie die eigenen Beobachtungen zuerst und alsdann ganz damit übereinstimmend diejenigen des Herrn Max Koch gezeigt haben, geht dabei die flintähnliche Beschaffenheit der Lydite und dem entsprechend ihre charakteristische, durch Renard's, Wunderlich's und Rothpletz's Untersuchungen bekannte Mikrostructur verloren und wird zufolge einer Umkrystallisirung durch zuckerkörnige, phanerokrystallinische, wenn auch meist fein- bis feinstkrystallinische Quarzitsubstanz ersetzt. Zugleich findet ein Ausbleichen des organischen Pigmentes, manchmal bis zum lichten Weiss statt, während örtlich (mikroskopischer) Turmalingehalt grauliche bis schwärzliche Färbung bedingt. Davon abgesehen wird im Allgemeinen die quarzitisch körnige Structur um so sichtbarer und greifbarer und die Farbe um so lichter, je hochgradiger die Umwandlung mit wachsender Annäherung an das Eruptivgestein erfolgt ist. Auch etwas Biotit lässt das Mikroskop hie und da erkennen. Die im Laboratorium der königl. Bergakademie auf Veranlassung des Vortragenden durch Herrn Pufahl ausgeführte Analyse eines solchen quarzitisch feinkörnigen, umgewandelten Kieselschiefers aus dem Unteren Wieder Schiefer im Hangenden der Tanner Grauwacke, nahe bei dem Forsthause Schluft bei St. Andreasberg ergab: