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Die Kreidegeschiebe des mecklenburgischen Diluviums.

Geinitz, F. E.

Kurzfassung

Zur Orientirung für die Heimathsbestimmung der mecklenburgischen Kreidegeschiebe sind im Folgenden die in Frage kommenden anstehenden Vorkommnisse zusammengestellt. In Schweden ist die Kreideformation nur in den südlichsten Theilen, in Schonen und den angrenzenden Gebieten von Blekinge und Mailand bekannt. Aus den neueren Arbeiten von B. Lundgren und J. C. Moberg gebe ich folgenden Auszug. Nach Lundgren tritt die Kreide in drei getrennten Gebieten auf. 1. Kristianstad-Gebiet, mit den Vorkommen in Halland und Blekinge. Mächtigkeit bis 500 Fuss. Folgende Gesteinsarten kommen vor: Hauptsächlich der Trümmerkalk (Gruskalk) von Ignaberga, d. i. ein Kalkstein mit Sandsteinstructur, bestehend aus feineren und gröberen Kalkkörnern, die aus zertrümmerten Mollusken-, Echinodermen- und anderen Schalen bestehen, zwischen denen mehr oder weniger gut erhaltene Fossilien oft reichlich vorkommen, z. Th. auch reiner, gelb-weisser oder grau-weisser Kalkstein, nur aus Kalkkörnern bestehend, fest oder lose, dicht oder grobkörnig, z. Th. finden sich auch zwischen den Kalkkörnern noch farblose oder grünliche, kleine oder grössere Quarzkörnchen (Sandkalk), grau, oft sehr ähnlich dem Sandkalk von Köpinge (z. B. bei Hanaskog), sowie grössere oder kleinere Rollstücke von Urgebirgsgesteinen und deren Einzelmineralien. Zuweilen überwiegen die Quarzkörner, sodass ein fast reiner Sandstein entsteht (z. B. der als Geschiebe auftretende Åhussandstein, aus gleichgrossen, farblosen Quarzkörnern bestehend).