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Die Hyolithen der silurischen Geschiebe.

Koken, Ernst

Kurzfassung

In unseren silurischen Geschieben, besonders in den Orthoceras - Kalken, sind Hyolithen häufig, und die palaeontologische Sammlung des königl. Museums für Naturkunde in Berlin besitzt eine schöne Folge derselben. Quenstedt, früher an der Berliner Sammlung thätig, fasste diese Steinkerne der Vaginaten - Kalke durchweg als Pugiunculus vaginati zusammen, jedoch ist das von ihm abgebildete und beschriebene Stück (Handbuch der Petrefactenkunde, 1. Aufl., p. 398, t. 35, f. 35) dieselbe Art wie der später aufgestellte Hyolithes latus Eichw. Quenstedt's Worte lauten: "Ich habe einen P. Vaginati t. 85, f. 35 aus den Vaginaten - Kalken der Kalkgeschiebe von Sorau abgebildet. Er scheint feine concentrische Streifen zu haben, wird über 2'' lang, 8''' breit, der Lippensaum der convexen Seite ragt etwas weiter hinaus, als der concave, im Umrisse bleibt jedoch die convexe Seite flacher, als die concave." Geringe Krümmung und stärkere Convergenz der Seitenlinien zeichnet diese Art vor H. acutus aus, der stärker gebogen ist und langsamer anwächst. Es ist mir gelungen, von beiden Arten vollständig beschalte Exemplare aufzufinden (Eichwald beschrieb nur Steinkerne, und auch das von Romer in der Lethaea palaeozoica, t. 5, f. 11 abgebildete Exemplar ist nicht charakteristisch), und dabei stellt sich Folgendes heraus.