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Geologie des Randecker Maars und des Schopflocher Riedes.

Endriss, Karl

Kurzfassung

Einleitung. Im Gebiete der Rauhen Alb und ihres nordwestlichen Vorlandes treten an vereinzelten Stellen mehr oder weniger mächtige Schiehtencomplexe von Basalttuffen und damit verbundenen Ejections-Sanden und -Breccien zu Tage. Dieselben bilden Lagerungen in, auf und an dem Gebirge und den vorgelagerten Terrassen und Berginseln. Local sind die eruptiven Trümmergesteine vergesellschaftet mit Basalten, welche vorwiegend als Spalten-Ausfüllungen auftreten. Was die Art des speziellen Vorkommens der Basalttuffe und Ejections - Sande und -Breccien anbetrifft, so bilden dieselben theils Einlagerungen in Spalten und Einsenkungen des Grundgebirges, theils, wie es scheint, mehr oder weniger hohe Lagerungen auf einer alten Denudations-Oberfläche; jedoch lassen sich an allen jenen Localitäten bedeutende secundäre Veränderungen nachweisen, sodass ihre gegenwärtige Erscheinung von ihrer früheren, wie jene Orte sie unmittelbar nach dem Aufhören der Eruptivthätigkeit boten, wahrscheinlich sehr verschieden ist. Als in den sechsziger Jahren das vulkanische Gebiet der Rauhen Alb bei der geologischen Aufnahme Württembergs durch die Herren O. Fraas, C. Deffner, Fr. A. v. Quenstedt, J. Hildebrand und H. Bach untersucht wurde stellte sich die Nothwendigkeit einer genaueren Durchforschung jener Gegend heraus. Doch wurden specialisirte Arbeiten nicht unternommen. Seit 1883 mit dem im vulkanischen Gebiete der Rauhen Alb befindlichen Randecker Maar und seiner nächsten Umgebung bekannt, fasste ich im Frühjahr 1887 den Entschluss, jenes Gebiet einer eingehenden Untersuchung zu unterziehen. Von Herrn Prof. Dr. v. Eck in meinem Vorhaben noch ganz besonders ermuthigt, begann ich im Spätsommer 1887 meine diesbezüglichen Arbeiten, welche ich in den Osterferien 1888 fortsetzte, im August wieder aufnahm und im September desselben Jahres zum Abschluss brachte. Reisen, welche ich im Gebiete der Laachersee - Eifel und in der Vordereifel unternahm, trugen zur Lösung meiner Aufgabe in Schwaben fördernd bei.