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Über Drephanophycus spinaeformis Göpp. [u.a.]

Weiss

Kurzfassung

1. Drepanophycus spinaeformis Göpp. aus unterdevonischem Thonschiefer von Hackenburg in Nassau. Diese ursprünglich zu den Algen gestellte Pflanze zeigt so grosse Verwandtschaft mit Psilophytum princeps Dawson, als man es für derartige Erhaltungszustände bezüglich der Uebereinstimmung der Gattung nur erwarten kann. Einige Exemplare der Sammlung der Geologischen Landesanstalt lehren dies. Sie besitzen an einem breitgedrückten, stengelähnlichen, fast glatten Theile dieselben dornenartigen, sichelförmig aufwärts gekrümmten, steil abstehenden Anhängsel (Blätter) wie die amerikanischen Reste, welche letztere nur geringere Dimensionen zeigen und vollständiger, nämlich bis in die eingerollten Spitzen erhalten sind, die bei unseren Exemplaren fehlen. Die Blätter (beispielsweise den Nadeln von Walchia filiciformis vergleichbar) sind fein längsgestreift, und man sieht an einem Stück, dass sie nicht immer in die Ebene des breiten Stengelabdruckes fallen, sondern zum Theil dazu schief gestellt sind. An einem Exemplar ist der untere Theil 2 cm breit, verschmälert sich aber in einiger Höhe sehr rasch bis zu 8 mm Breite, indem er sich zugleich zur Seite wendet. Es liegt nämlich hier eine Gabelung vor, die nur leider so dicht am Rande des Gesteinsstückes stattfindet, dass nur der eine Gabelzweig noch erhalten ist. Die Gabelung selbst ist aber unzweifelhaft und stimmt mit der bei Psilophytum überein. Die Gattung Psilophytum wurde 1859 von Dawson aufgestellt, Drepanophycus von Göppert 1852. Aber Dawson selbst und Andere stellten unter dem gemeinsamen Namen Psilophytum ausser dem Typus des Ps. princeps auch solche auf, wozu namentlich auch Ps. robustius D. gehört, welche von Solms-Laubach und Schenk neuerlichst mit Recht als verschieden erklärt werden.