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Ueber einige neue oder wenig gekannte Versteinerungen des rheinischen Devon.

Kayser, Emanuel

Kurzfassung

Phacops (Trimerocephalus) acuticeps n. sp. Aus dem bekannten, dem unteren Oberdevon angehörigen rothen Kalk vom Martenberge bei Adorf liegen mir zwei Köpfe einer sehr interessanten kleinen Phacops-Art vor, von denen der vollständigere, etwa 10 mm lange und 8 mm breite, in Fig. 6-6b in natürlicher Grösse, in Fig. 6c und 6d in doppelter Vergrösserung abgebildet ist. Die Glabella und der innere Theil der Wangen sind nur schwach gewölbt, während der äussere, randliche Theil der letzteren steil abfällt. Die Glabella ist auffallend lang, von spitzer, hoch-trapezförmiger Gestalt und erhebt sich beträchtlich über den Stirnrand und die unter diesem liegende, tiefe, rinnenförmige Aushöhlung (Fig. 6a, 6d). An ihrer Basis, über dem zu einer kurzen Leiste reducirten Zwischenringe, ist sie stark eingeschnürt, sodass sie wie gestielt erscheint, dann aber erweitert sie sich sehr rasch, da die tiefen Dorsalfurchen einen Winkel von etwa 75° einschliessen. Es sind zwei kurze, nicht bis an die Dorsalfurchen reichende, aber tiefe hintere Seitenfurchen sowie die Andeutung einer dritten vorderen (an dem abgebildeten Exemplare nicht erkennbaren) vorhanden. Der Occipitalring ist breit und setzt sich um den hinteren und äusseren Theil der Wangen herum als ein nach vorn allmählich schmäler werdender (an dem abgebildeten Kopfe nur theilweise erhaltener) Randsaum fort. Die Augen bestehen nur aus einigen wenigen Linsen, die auf einer wulstigen Erhöhung in der vorderen Wangenecke, hart neben der Dorsalfurche liegen. Vielleicht gehören zu diesen Köpfen ein paar mir von dem gleichen Fundorte vorliegende, etwa 10 mm lange und 16 mm breite, halb-elliptische, wenig gewölbte Pygidien mit deutlich gegliederter Axe und Seitenlappen.