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Natürliche Cämentbildung bei Cairo, Egypten.

Sickenberger, E.

Kurzfassung

Im Osten Cairo's bei Qait-Bey in unmittelbarer Nahe der Verbindungsbahn zwischen Abbasieh und Citadelle, befindet sich eine Stelle, die wohl mit. Rücksicht auf zu beiden Seiten des Nils in der Gegend in weiterer Erstreckung vorkommende, als Geyserbildungen betrachtete Ablagerungen als eine Geysermündung angesehen wurde. Die dort in Menge zusammengedrängten, selbst aufeinander gehäuften, kugel- und traubenförmigen, tropfsteinartigen Gebilde konnten nicht leicht in anderer Weise erklärt werden, da sie, am Stahle Funken gebend, als nur aus Kieselerde bestehend angenommen wurden, und ohnedem die Abwesenheit von Wasserquellen, die eine Tropfsteinbildung hätten verursachen können, letztere Annahme ausschloss. Bei Neuordnung des mir unterstellten mineralogischen Cabinets der hiesigen medicinischen Schule fiel mir denn doch das für reinen Kieselabsatz zu leichte Gewicht dieser Bildungen auf, und trotz des Funkengebens über deren Zusammensetzung zweifelhaft geworden schritt ich zur Analyse. Schon der erste Lösungsversuch zeigte, dass diese Steine aus Quarzsand, durch Kalkcäment verbunden, bestehen und das Funkengeben einzig dem durch den Kalk sehr fest zusammengehaltenen Quarzsande zuzuschreiben ist. Viele Stücke bieten an der Aussenfläche gar nur solchen Sand, indem die einzelnen Körner sich dicht berühren und das Bindemittel durch dieselben ganz überdeckt ist, ähnlich, wie wenn man über noch leicht feuchte Cementgebilde feinen Sand siebt. Die Analyse dieser Trauben- und Kugel- oder vielmehr Gekrösesteine ergab nun folgende Zusammensetzung: