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Beiträge zur Heimaths-Bestimmung der Groninger Geschiebe.

Van Calker, F. J. P.

Kurzfassung

Nachdem in einer früheren Mittheilung die Art und Weise des Vorkommens der hiesigen Diluvialgeschiebe, das Sammeln derselben und im Allgemeinen deren Gestalt und Oberflächen-Beschaffenheit behandelt worden ist, war es meine Absicht, die nähere Beschreibung derselben und soviel als möglich ihre Heimaths-Bestimmung darauf folgen zu lassen. Zunächst habe ich mich vorzugsweise mit den krystallinischen Massengesteinen beschäftigt, da die Petrefacten führenden Sedimentär-Geschiebe durch frühere Bearbeitungen schon mehr bekannt sind. Die Fertigstellung jener Arbeit ist nun aber theils durch das einige Jahre fortdauernde Anwachsen des Materiales durch Sammeln, theils durch die viel Zeit in Anspruch nehmenden mikroskopischen Bestimmungen der Geschiebe, sowie namentlich auch durch meine Bemühungen, so viel als möglich Heimaths-Bestimmungen zu erhalten, so lange verzögert worden. Gegenwärtig erscheint mir nun diese Beschreibung der hiesigen Geschiebe-Sammlung, schon wegen ihres Umfanges für diese Zeitschrift weniger geeignet. Dagegen glaube ich auf einiges Interesse rechnen zu dürfen, wenn in der vorliegenden Mittheilung, zu welcher ich überdies eine gewisse Verpflichtung fühle, nur diejenigen der hiesigen Geschiebe namhaft gemacht werden, für welche neuerdings eine sichere oder wahrscheinlich richtige Heimaths-Bestimmung möglich war. Was nun letztere betrifft, so hatte ich nur eine verhältnissmässig kleine Zahl charakteristischer, eng localisirter nordischer Gesteine als Vergleichsmaterial zur Verfügung. Zum Theil sind es Stücke von anstehendem Felsgestein, von welchen ich einige der Güte der Herren Holst und Wiik verdanke, während ich andere (mit sicher verbürgter Herkunft) käuflich erwarb, zum Theil sind es von mir selbst und Anderen auf gemeinsamen Excursionen gesammelte, heimathlich sicher bestimmte Geschiebe. Um nun aber die Heimaths-Bestimmungen nicht auf diese wenigen Gesteinstypen beschränken zu müssen, sondern für die grösstmögliche Anzahl von hiesigen Geschiebearten ihre Herkunft festzustellen und meine eigenen Bestimmungen zu controliren, kam es mir am gerathensten vor, mich an die nordischen Fachgenossen zu wenden.