Original paper

Ueber Goldenberg's Onisima ornata.

Nathorst

Kurzfassung

In der "Fauna Saraepontana fossilis" beschreibt Goldenberg u. A. auch einige Reste, die er Onisima ornata genannt, hat (l. c., Heft 1, p. 20, t. I, f. 13; auf der Tafel und in der Figurerklärung steht auch Arthropleura ornata?). Er deutet dieselben als "Leibesringe" eines Krebsthieres, und seine Abbildung stellt auch die beiden Seiten des Leibes in ihrer natürlichen Stellung dar, während die Centralpartie fehlt und auf der Abbildung nur punktirt ist. Nach Goldenberg's Beschreibung und Abbildung würde man folglich vermuthen können, dass die beiden Seitenstücke in ihrer ursprünglichen Lage im Gestein liegen, umsomehr da Goldenberg sogar von der Breite der Leibesringe spricht ("etwa 70 mm"). Dies ist aber nicht der Fall, sondern, wie Goldenberg's Originalexemplare, die ich jetzt vor mir habe, deutlich zeigen, ist Goldenberg's Behauptung eine ganz unrichtige und willkürliche Annahme. Die betreffenden Reste sind neuerdings nebst der Goldenberg'schen Sammlung von Pflanzenfamilien für die palaeophytologische Abtheilung des naturhistorischen Reichsmuseums in Stockholm von Hofrath Schenk in Leipzig erworben worden, und die Untersuchung derselben hat zu ganz anderen Resultaten geführt. Die beiden Abdrücke, welche der rechten und linken Seite auf Goldenberg's Figur entsprechen, liegen nicht in demselben Gesteinsstück und haben auch niemals in solcher Weise neben einander liegen können, denn sie sind in der That die Gegenabdrücke desselben Exemplares, sodass sie noch auf einander eingepasst werden können. Dieselben sind mit Goldenberg's eigener Handschrift als zu seiner Figur "t. I, No. 13" gehörend bezeichnet, und obschon diese Figur nicht ganz genau, sondern etwas schematisirt ist, so kann man sehr leicht bei Vergleichung ihrer Skulptur und Umrisse die Goldenberg'sche Abbildung erkennen. Ich füge hier zwei neue Zeichnungen der Originale bei, ohne irgend eine Ergänzung.