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Über das Vorkommen des Goldes in Transvaal und über die Witwatersrand-Goldfelder südlich von Pretoria.

Schenck, Adolf

Kurzfassung

Es lassen sich in Transvaal im Wesentlichen vier Arten des Auftretens von Gold unterscheiden; zwei davon beziehen sich auf das Vorkommen in festem Gestein, zwei auf das in lockerem Boden. 1. Reefdiggings. Das Gold findet sich, sehr oft in Begleitung von Eisenerzen (Pyrit und aus demselben hervorgegangenem Brauneisenerz), seltener von Kupfererzen in Quarzgängen (Reefs). Dieses Vorkommen ist das häufigste. Die Gänge treten hauptsächlich in jenem Complex steil aufgerichteter, vielfach metamorphosirter, dem Alter nach am wahrscheinlichsten silurischer Schiefer Quarzite, Sandsteine etc. mit eingelagerten Grünsteinen (Diorite, Diabase, Serpentine) auf, welche ich unter dem Namen der Swasischichten zusammengefasst habe, sie kommen aber auch in dem jüngeren (devon-carbonischen) System der discordant die letzteren überlagernden Schiefer, Sandsteine und Diabase der Capformation vor. Letzteres ist z.B. der Fall auf den Lydenberger Goldfeldern und am Duivels Kantoor in den Drakensbergen, auf den Malmani - Goldfeldern im westlichen Transvaal und an verschiedenen Stellen zwischen Pretoria und dem Witwatersrand (Blauwbank, Kromdraai, Tweefontein, Broederstroom), während den Swasischichten die Goldfelder von Zoutpansberg im nördlichen Transvaal, die De Kaap - Goldfelder, in deren Mittelpunkt die Stadt Barberton entstanden ist die Komati-Goldfelder, sowie diejenigen des Swasilandes und die Goldfelder an der Tugela im Sululand angehören. In den meisten Fällen ist das Auftreten der Gold führenden Quarzgänge an die jenem Schichtencomplex eingelagerten, theils körnigen, theils in flaserige bis schieferige Gesteine umgewandelten Grünsteine gebunden, die, wie wir weiter unten sehen werden, das eigentliche Muttergestein des Goldes zu sein scheinen.