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Über eine neue Präparationsmethode

Marsson, Th.

Kurzfassung

Herr Th. Marsson, Gréifswald, zeigte Foraminiferen und Ostracoden seiner Sammlung vor, die nach Art mikroskopischer Objecte nach einer Methode präparirt sind, die es gestattet, die Objecte in den verschiedensten Lagen unter dem Mikroskop untersuchen zu können und im Wesentlichen darin besteht, dass die einzelnen Exemplare in einer Asphaltzelle auf dunklem Grunde mit Dammerlack aufgeklebt werden. Die Zelle wird mit einem Deckglase geschlossen und so das Präparat vor Staub und Verderben geschützt. Zur Herstellung dieser Zellen bedient sich Vortragender dünner, schmaler Holzringe von verschiedenem Durchmesser, die mit Asphaltlack auf einer Objectplatte aufgekittet werden. Die Zelle wird dann mit mehreren Schichten eines dicken, leicht trocknenden Asphaltlacks aufgefüllt bis sie völlig schwarz und undurchsichtig erscheint. Durch Erhitzen zuletzt in der Temperatur des Wasserbades wird der Lack völlig ausgetrocknet. Ist er hart geworden, überzieht man ihn, wenn die Objecte eingelegt werden sollen, zuvor mit einer ganz dünnen Schicht eines vorher mit Terpentinöl verdünnten Dammerlacks, der etwa eine halbe Stunde trocknen muss, sodass die Objecte gerade noch ankleben ohne einzusinken. Hat man erst die dazu erforderliche Uebung erlangt, so kann man sich Präparate herstellen, die dem Verderben nicht ausgesetzt sind und jederzeit eine bequeme Untersuchung gestatten. Bei der Herstellung von Dünnschliffen hat Vortragender das Chloroform zum Auflösen des Canadabalsams mit vielem Vortheil angewandt. Die Auflösung geht so schnell und leicht vor sich, dass man das mit Chloroform abgespülte Präparat mit einer nassen Pinselspitze beliebig in neuen Balsam, sowohl behufs eines Schliffs der anderen Seite als zur dauernden Aufbewahrung übertragen kann.