Original paper

Über die geologische Stellung der märkischen Braunkohlen-Formation zum marinen Mittel-Oligocän.

Gellhorn

Kurzfassung

Redner schilderte zwei Punkte, welche in oben beregter Beziehung von Interesse sind. Die erste dieser Localitäten liegt etwa 5 km östlich von der Stadt Müncheberg, an der Chaussee von da nach Seelow und zwar im Felde der Braunkohlengrube Preussen bei Johnsfelde. Diese Grube bebaut 3 wenig mächtige Braunkohlenflötze, welche aber eine gute Kohle schütten und ausserordentlich regelmässig abgelagert sind. Man hat sie bereits auf 3000 m im Streichen und bis zu einer Tiefe von 129 m, etwa 12-20° gegen Osten einschiebend, verfolgt. Da aber an anderen Punkten in der Mark noch ein viertes Flötz im Liegenden aufgeschlossen ist, wurde im Wetterschacht No. III, nördlich der Müncheberg-Seelow'er Chaussee ein Bohrloch bis auf etwas über 109 m niedergebracht. Mit dem Schachte durchteufte man zunächst 11,60 m Diluvium, drang dann mit Schacht und Bohrloch in's märkische Braunkohlen-Gebirge ein, in welchem die 3 bereits erwähnten Flötze durchsunken wurden, fand bei 43,71 m unter Tage das gesuchte vierte Flötz, setzte aber die Bohrarbeit noch in's Liegende fort und stiess bei 99,26 m Gesammttiefe auf grünlich grauen. thonigen Sand, endlich, nach weiteren 1,50 m, auf Septarienthon, in welchem noch 8,70 m gebohrt, dann aber die Arbeit eingestellt wurde. Genaueres über das durchsunkene Gebirge ergiebt die von der Gruben-Verwaltung sehr sorgfältig geführte, hier folgende Bohrtabelle: [...]