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Beiträge zur Kenntniss der Trachyt- und Basaltgesteine der hohen Eifel.

Vogelsang, Karl

Kurzfassung

Seit jeher und mit Recht hat das Gebiet der vulkanischen Eifel und des Laacher Seees das lebhafteste Interesse der Geologen in Anspruch genommen. Naturgem„ss wandten sich die „lteren Forscher zun„chst der Untersuchung des geologischen Baues, der Entstehung der r„thselhaften Maare, der Altersbestimmung der Sedimentgesteine zu, w„hrend man erst sp„ter dazu berging, die Zusammensetzung der die Vulkanberge aufbauenden Gesteine zu ermitteln. Seit der Einfhrung des Mikroskopes jedoch blieben die Studien der Petrographen vorwiegend auf das Gebiet des Laacher Seees beschr„nkt, und nicht in dem Maasse, wie man es h„tte erwarten sollen, sind unsere Kenntnisse ber die Eruptivgesteine der eigentlichen vulkanischen oder hohen Eifel seit jenem Zeitpunkte erweitert worden. Ausfhrliche Untersuchungen in dieser Hinsicht haben nur Zirkel, Hussak und Busz ber die Basaltlaven der diluvialen Vulkane angestellt. Es schien daher eine dankbare Aufgabe, auch die terti„ren Eruptivgesteine, also Trachyte, Andesite, Phonolith und Basalte der hohen Eifel einem erneuten und m”glichst vollst„ndigen Studium zu unterwerfen. Die Anregung zu dieser Arbeit, deren Resultate im Folgenden niedergelegt sind, ward mir von Seiten meines hochverehrten Oheims und Lehrers Geh. Rath Zirkel in Leipzig zu Theil, welcher selbst die ersten petrographischen Untersuchungen ber diese Gesteine angestellt hat. Auf einer Reihe von Excursionen, welche ich zum Theil in seiner Begleitung an der Hand von V. Dechen's geologischer Karte und "Geognostischem Fhrer" unternommen habe, wurde an allen Orten neues Material gesammelt. Bei der grossen Anzahl der berall zerstreut liegenden Basaltvorkommnisse konnten natrlich nur die wichtigsten Kuppen bercksichtigt werden; es wurde aber auch in dieser Hinsicht der Kreis , der Untersuchungen etwas ber das Gebiet der eigentlichen hohen Eifel ausgedehnt. Die Arbeit zerf„llt hiernach in drei Theile. In dem ersten sollen die in der N„he von Kelberg in der Eifel gelegenen Trachyte, in dem zweiten die in einem Kreise um die Trachytvorkommnisse aufsetzenden Amphibol-Andesite sowie im Anhang hieran der Phonolith des Seibergs bei Quiddelbach besprochen werden. Der letzte Theil endlich wird sich mit den Untersuchungen ber die Basalte zu befassen haben.