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Ueber das Alter einiger Theile der (südamerikanischen) Anden. III. (Schluss)

Ochsenius, Carl

Kurzfassung

Mit dem Satze: "Der Bericht ber die erwarteten Blattabdrcke von Potos¡ wird besser den H„nden eines unserer gewiegten Phytopal„ontologen anzuvertrauen sein, als den meinigen" beendete ich den Aufsatz II ber das Alter einiger Andentheile im Jahrgang 1887, p. 301 ff. dieser Zeitschrift. Der Bericht ist zwar l„ngst fertig erschienen, die aus ihm zwinglich zu ziehenden Folgerungen haben aber erst krzlich noch eine so charakteristische Best„tigung erhalten, dass ich schon aus diesem Grunde nicht bedauere, mit dem Schluss meiner kleinen Arbeit bis heute gez”gert zu haben. H. Engelhardt in Dresden hat die Potos¡ner Abdrcke bestimmt und ihre Beschreibung in Abh. 4 der Ges. Isis dort ver”ffentlicht. Ich entnehme derselben nur folgende Notizen. "Die Pflanzenreste befinden sich, recht wohl erhalten, in einem grauen, bisweilen durch vegetabilischen Detritus schw„rzlich gef„rbten, sehr feink”rnigen Sandstein, der unter der Loupe stellenweise winzige Glimmerbl„ttchen erkennen l„sst. Sie sind in dem nach N. einfallenden schiefrigen Theile des Cerro de Potos¡ in einer H”he von 4100-4200 m, also etwa 300-400 m unterhalb des Gipfels gefunden worden und ... entsprechen den Bl„ttern solcher recenten Arten, die zur Zeit das tropische Amerika bewohnen. Daraus geht hervor, dass die Pflanzen, von denen sie herrhren, nicht in so bedeutender Erhebung ber dem Meeresspiegel gewachsen sein k”nnen, sondern dass nach ihrer Einbettung ein Aufsteigen des Gebietes stattgefunden haben muss. Es sind: Myrica banksioides Engelh., der europ„isch terti„ren M. banksiae folia Ung. sehr nahe stehend. (Andere Myrica-arten kommen jetzt noch in Jamaika, Carolina, am Cap und in Nepal vor).