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Über einen neuen Aufschluss in der Steinkohlenformation Oberschlesiens.

Ebert

Kurzfassung

Durch F. Romer wurde der marine Fauna fhrende Horizont, im Liegenden des Sattelfl”tzes an mehreren Orten Oberschlesiens nachgewiesen und damit ein wichtiger Anhaltspunkt fr die Gliederung der oberschlesischen Steinkohlenformation gegeben. Sodann parallelisirte Stur, namentlich auf die pflanzlichen Reste hin, die Schichten des oberschlesischen Steinkohlenbeckens mit denen des Ostrauer Reviers und gelangte zu dem Schluss, dass die Sattelfl”tzgruppe gleichalterig mit der V + IV Gruppe seiner Ostrauer Schichten sei. Er nahm als Grenze zwischen Ostrauer und Schatzlarer Schichten in Oberschlesien das Einsiedelfl”tz an. Kossmann und Junghann machten uns dann mit den Schichten im Liegenden des Sattelfl”tzes bis zu dem Andreasfl”tz auf der K”nigs- und Gr„fin Laura-Grube bekannt, und es gelang Kossmann, fnf Horizonte mit mariner Fauna in diesen Schichten nachzuweisen, welche durch Schichten mit pflanzlichen Resten und brackischen Conchylien von einander getrennt werden. Seitdem ist die Gliederung der Schichten des oberschlesischen Steinkohlenbeckens auf pal„ontologischer Grundlage nicht weiter gerckt. Der sog. "Muschel-fhrende" Horizont Romer's ist an einer Reihe von weiteren Punkten nachgewiesen worden und scheint durchweg das Niveau von 15-25 m unter dem Sattelfl”tz inne zu halten. Die Schichten des Rybnicker Reviers, aus dem durch Weiss ebenfalls marine Ostrauer Fauna (in den Loslauer Bohrl”chern) nachgewiesen wurde, Hessen sich bisher aber noch nicht in sichere Beziehung zu den Zabrze-K”nigshtter Fl”tzzuge bringen und ist die Frage noch eine offene, ob dieser Horizont mit mariner Fauna mit dem Romer'sehen Muschelhorizont ident ist oder einem tieferen Niveau angeh”rt. Unter diesen Umst„nden ist jeder Aufschluss, auch der geringste, in dem Liegenden des Sattelfl”tzes resp. Andreasfl”tzes, namentlich wenn er Versteinerungen ergiebt, von Wichtigkeit.