Original paper

Die phonolithischen Gesteine des Laachersee-Gebiets und der Hohen Eifel.

Martin, A.

Kurzfassung

Seit Jahrhunderten sind die im Laachersee-Gebiete auftretenden Tuff- und Lavamassen Gegenstand ausgedehnten Steinbruchbetriebs gewesen, der fr die Bev”lkerung von ausserordentlicher wirtschaftlicher Bedeutung war und noch zur Zeit ist. Es ist natrlich, dass die Literatur, die, soweit mir bekannt geworden ist, bis in die letzte H„lfte des vorigen Jahrhunderts zurckreicht, sich Anfangs vorwiegend mit diesen Vorkommen besch„ftigte und die in der Gegend weniger verbreiteten und verh„ltnissm„ssig technisch selten verwendeten Leucitophyre vernachl„ssigte. Kurze Angaben ber dieselben finden sich bei Nose, Steininger, Van Der Wyck, Schulze Und N”ggrath. Erst Von Oeynhausen hat diese Gesteine in seiner 1847 mit Erl„uterungen ver”ffentlichten Karte des Laachersee-Gebiets in ausgedehnterem Maasse bercksichtigt. Sorgf„ltige Studien machte auch Von Dechen, der seine Beobachtungen in dem geognostischen Fhrer zum Laacher See resp. zur Vulkanreihe der Vordereifel etc. niedergelegt hat. Anfang der sechsziger Jahre unternahm vom Rath eine Reihe sehr mhsamer Untersuchungen, vornehmlich ber die petrographische und chemische Zsammensetzung der Leucitophyre, die bis dahin so gut wie gar nicht bekannt waren. Eine Best„tigung und Erg„nzung fanden dieselben durch die mikroskopischen Analysen Zirkel's. Fr die systematische Zusammengeh”rigkeit der verschiedenen Vorkommen ist ein schon vor der Zirkel'sehen Arbeit erschienener Aufsatz von Laspeyres bedeutsam, in dem der Autor auf Grund der Untersuchungen vom Rath's, auf dem Wege chemischer Speculation die innige Verwandtschaft derselben darthat.