Original paper

Zur Kenntniss des Gangsystems des Auerberges im Harze und der Füllung desselben.

Kornung, Ferdinand

Kurzfassung

Weit greifende Folgerungen, welche ich an die Verbreitung des Felsitporphyrs vom Auerberge im Harz knpfe und die an anderer Stelle Besprechung finden sollen, veranlassten mich seiner Zeit, das Ganggebiet dieses Berges einer m”glichst grndlichen Untersuchung zu unterwerfen. Das Ergebniss derselben war die Auffindung verschiedener bis dahin unbekannter G„nge resp. Gangtheile, deren Fllung z. Th. eine so eigenartige Beschaffenheit offenbart, dass sie eine n„here Besprechung verdient und wohl geeignet sein kann, in die dunkle Frage der Porphyr-Entstehung einiges Licht zu bringen - so weit eine gr”ssere Verallgemeinerung bezglich eines oftmals in einem und demselben Handstcke, geschweige in von einander unabh„ngigen Vorkommnissen beraus verschieden erscheinenden Erstarrungsproductes auf Grund an eng begrenzter Localit„t gewonnener Erkenntniss berhaupt statthaft und m”glich ist. Beobachtungen im Auerberg-Reviere versprechen aber an sich schon deshalb einen gewissen Nutzen, weil die dortigen Porphyre frei von dem rothen Pigmente geblieben sind, welches die Untersuchung der Gesteine anderer Localit„ten oft nur zu sehr erschwert. Das Vorkommen, mit welchem wir uns zun„chst besch„ftigen, bildet einen lang hinstreichenden und stellenweis wohl eine Anzahl von Metern m„chtigen Gang, welcher, bald mehr, bald weniger gut, von der ”stlichen Abdachung des Mittelberges bis zum Stolberg - Gntersberger Fusswege zu verfolgen ist, hinter welchem er im tiefgrndigen, etwas sumpfigen Waldboden der Hochfl„che einstweilen nicht mehr aufzufinden war.