Original paper

Über J. E. Hibsch's wichtige Mittheilung über "den Dolerit" von Rongstock im böhmischen Mittelgebirge.

Lossen, K. A.

Kurzfassung

Das durch die Elbe, fast im Centrum des genannten Gebirges angeschnittene und im Eisenbahnprofil vortrefflich entbl”sste Gestein setzt auf dem linken Flussufer einen oberfl„chlich etwa 500 m messenden und nahezu 200 m ber den Elbspiegel aufragenden kleinen Stock zusammen, der durch einen Contacthof von mehr als 800 m radialer Ausdehnung umgeben ist. Der Lerchenberg rechts der Elbe ist die durch die Elberosion abgetrennte gr”ssere H„lfte des Stockes mit entsprechender Umgebung. Die metamorphosirten Contactgesteine bestehen aus umgewandelten senonen Baculiten-Mergeln und darber aus mitteloligoc„nen Sandsteinen. Letztere, weniger gut aufgeschlossen, lassen doch deutlich "eine scharfe Frittung des thonigen Bindemittels" erkennen, wonach an Stelle von ursprnglich mrben Gesteinen sehr harte, quarzit„hnlich aussehende getreten sind. In cretaceischen Mergeln dagegen gestattet das Bahnprofil die Umwandlung Schritt fr Schritt mit der Ann„herung an das Eruptivgestein vom bl„ulich grauen, foraminiferenreichen Thonmergel bis zum Epidot, Granat (doppelbrechend) und untergeordnet Quarz fhrenden, harten, durchaus krystallinen, weissgrauen, grnlich gelb gestreiften und gefleckten Kalksilicathornfels zu verfolgen. Das terti„re Alter des Eruptivstockes ist darnach unzweifelhaft. Herr Hibsch sieht sich "bei voller Berchsichtigung aller hier zu Tage tretenden Erscheinungen gezwungen, die gesammte, jetzt durch das Elbthal zertheilte Doleritmasse aufzufassen als einen Gesteinskern, welcher in der Tiefe eines gr”sseren terti„ren Kraters unter h”herem Drucke allm„hlich erstarrte." Er erinnert dabei an J. W. Judd's und J. v. Szabo's Schilderung der Verh„ltnisse von Schemnitz und des ersteren Autors Auffassung der Hebrideninseln Skye, Mull u. s. w.