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Beiträge zur Kenntniss der Pliocänfauna Süd-Spaniens.

Schrodt, F.

Kurzfassung

Den ersten Anstoss zu dieser Arbeit gab eine von Dr. Moldenhauer in Garrucha gesammelte Schl„mmprobe, welche sich bei n„herer Untersuchung als ungemein reich an gut erhaltenen Foraminiferen erwies. Der gleiche Herr hatte die Gte, uns auch fernerhin reichlich mit Material zu versehen. Die brigen erw„hnten Fossilien wurden von Herrn Dr. Osann bei einem l„ngeren Aufenthalte in der Provinz Almeria gesammelt. Ihm verdanken wir auch die geologischen Daten in Bezug auf die Lagerungsverh„ltnisse. Die pal„ontologische Untersuchung des Materials wurde von mir auf Anregung und unter gtiger Leitung von Herrn Professor Andreae unternommen, wofr ich demselben an dieser Stelle meinen verbindlichsten Dank ausspreche, Lagerungsverh„ltnisse der Plioc„nschichten in der Bucht von Vera. In dem ganzen nahezu horizontal gelagerten Plioc„ncomplex von Vera (Provinz Almeria) scheinen blaugraue Mergel das Liegende zu bilden. Dieselben ruhen bei dem Orte Garrucha direct auf alten (wohl pal„ozoischen) Schiefern, in denen bisher keine Fossilien gefunden wurden. Diese Schiefer setzen wesentlich die benachbarten Sierren, S. Cabrera und S. Almagrera, zusammen. Beziehungen der Mergel zu den von L. N. Monreal aus dieser Gegend angefhrten angeblich mioc„nen Schichten sind nicht bekannt. Die Mergel von Garrucha stehen in dem Orte selbst oberfl„chlich an. Sie werden in kleinen Gruben gewonnen und zur Herstellung von por”sen Thonkrgen, sogenannten "Jarras" und "Botijos". verwendet. Ihre M„chtigkeit soll wenigstens 10 bis 15 m betragen. Die tieferen, frisch aufgeschlossenen Partieen sind graublau, die mehr oberfl„chlichen Schichten gelblich, wahrscheinlich in Folge der Oxydation durch die Atmosph„rilien.

Keywords

pliocenefaunasouthern spain