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Ueber Megalopteryx und Pelecyphorus.

Tbautschold, H.

Kurzfassung

Ein Referat ber meinen Artikel: "Ueber Coccosteus megalopteryx, C. obtusus und Cheliophorus Verneuili im Neuen Jahrbuch fr Mineralogie etc., 1. Heft, II. Band, 1890, p. 145, veranlasst mich zu folgenden erg„nzenden Bemerkungen. Es wird getadelt, dass ich die dort beschriebenen Ruderorgane zur Gattung Coccosteus gestellt, w„hrend es doch nicht zweifelhaft sein k”nne, dass Coccosteus keine verkn”cherten vorderen Ruderorgane gehabt habe. Letzteres ist betreffs der bekannten schottischen Coccosteus - Arten zuzugeben, dass sie aber gar keine Flossen gehabt haben, wird nicht behauptet. Im Gegentheil wird anerkannt, dass Flossen, wenn auch verwesbare, vorhanden gewesen sein mssen, um den mit verh„ltnissm„ssig dicken Platten bedeckten K”rper des Fisches fortzubewegen. Die Beschaffenheit dieser Flossen war mithin sehr verschieden von derjenigen der Panzerplatten, wie die Flossen der jetzt lebenden Fische verschieden sind von den Knochentheilen der letzteren. Wenn aber Flossen und Panzerplatten bei Coccosteus von verschiedener Beschaffenheit gewesen sind, so liegt doch nichts Widersinniges in der Annahme, dass auch die von mir beschriebenen Flossen, die keine eigentlichen Knochenk”rperchen enthalten, m”glicher Weise der Gattung Coccosteus angeh”rt haben und dass der Schluss in dem oben erw„hnten Referat, diese Flossen k”nnten nicht den Placodermen zugeordnet werden, weil in ihnen keine Knochenk”rperchen nachgewiesen sind, ein Fehlschluss ist. Andererseits ist nicht zu leugnen, dass, da alle von mir beschriebenen Bruchstcke jener Flossen isolirt gefunden sind, sie m”glicher Weise nicht dem Genus Coccosteus, sondern einer anderen Gattung Fische angeh”ren. Meiner Geneigtheit, die erw„hnten Flossen einer besonderen Gattung zuzutheilen, habe ich bereits dadurch Ausdruck gegeben, dass ich an verschiedenen Stellen meiner Arbeit (pag. 41) von Megalopteryx als von einem Genus und von einer Megalopteryx-Platte gesprochen habe, und so m”gen die erw„hnten Flossen eine besondere Gattungsbezeichnung erhalten, und zwar durch Erhebung des Species - Namens Megalopteryx zur Gattungsbezeichnung.