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Einige faunistische Mittheilungen aus dem Vicentiner Tertiär.

Oppenheim, Paul

Kurzfassung

Der Vortragende legte zuerst ein neues reiches Material an Landschnecken aus den eoc„nen Roncatuffen des genannten Gebietes vor, welches aus dem Val dei Mazzini bei Pugniello stammt und die in den Denkschriften der Wiener Akademie 1889 niedergelegten Ausfhrungen des Redners ber diese Fauna in wesentlichen Punkten zu vervollst„ndigen, stellenweis auch zu modificiren im Stande sein wird; die Typen wurden von dem Vortragenden in diesem Frhjahre theils selbst gefunden, theils von dem gewandten Localsammler in unserem Gebiete, G. Meneguzzo, k„uflich erworben. Dem unteren brakischen Tuffe mit Strombus Fortisi, wie er bei Ronca im Val nera entwickelt ist, und welchem die unteren Landschnecken-Schichten von Pugniello zeitlich gleichzustellen sind, wird in den meisten Lehrbchern ein viel zu geringes Alter zugeschrieben. Man begreift eigentlich kaum, dass man, gesttzt auf H‚bert's pal„ontologische Bestimmungen, bei denen h”chst wahrscheinlich Ronca-Tuff und -Kalk mit einander vermengt wurden, denselben fr gleichaltrig mit dem obereren Grobkalk und fr „lter als S. Giovanni Ilarione anspricht, nachdem E. Sss und Bayan beide berzeugend nachgewiesen, dass der den schwarzen Tuffhorizont berlagernde Kalk mit dem grnen Tuffe von S. Giovanni Ilarione identisch ist, die faunistischen Resultate H‚bert's also kaum mehr aufrecht zu halten sein drften, sondern dringend eine Nachprfung erfordern. Auf Grund eingehender Prfung der vorliegenden Literatur ist der Vortragende zu dein Ergebnisse gelangt, dass die Aequivalente der Vicentiner Landschnecken-Tuffe in den nordfranz”sischen Ligniten, den gleichartigen Bildungen Ungarns und den oberen Ssswasserbildungen des krainisch-istrischen Bereiches zu suchen sind, dass sie also jedenfalls noch zum Untereocaen zu ziehen sein werden.