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Beiträge zur Kenntniss der fossilen Arachniden.

Haase, Erich

Kurzfassung

1. Die "Anthracomarti". Nachdem bereits 1834 in Cyclophthalmus (= Microl„bis) Corda eine zu den Scorpiones gehörige Arachniden-Form der Steinkohlenformation entdeckt worden, wurde die erste Vertreterin der übrigen Ordnungen der Arthrogastren erst 1868 von G. H. Scudder unter dem Namen Architarbus rotundatus beschrieben. Scudder erkannte sofort die Aehnlichkeit der fossilen Form mit den "Phalangiiden" und Phryniden, die sich besonders in der "Anordnung der Beine" zeigte und hob den "breiten Ansatz des Thorax an das Abdomen" als einen an die "Phalangiiden" erinnernden Charakter hervor, während er zugleich "die scharfe Umgrenzung, Grösse und Segmentzahl des Hinterleibes und die Wölbung der Mitte der Grundsegmente desselben" als Zeichen näherer Verwandtschaft mit den Phryniden anführte. Bald darauf erkannte H. Woodward eine schon 1837 von Buckland in dem "Bridgewater Treatise" unter der Bezeichnung "Curculioides Prestvicii" als Rüsselkäfer gedeutete Arthropoden-Form der Steinkohle als arthrogastres Arachnid und stellte sie als Eophrynus Prestvicii zu den Cherneten (Pseudoscorpiones). Im nächsten Jahre beschrieb H. Woodward aus der Kohle von Lancashire eine neue Arthrogastren - Form. welche er - nach ihrer anscheinenden Aehnlichkeit mit Scudder's Art - der Gattung Architarbus einreihte und A. subovalis nannte. Erst 12 Jahre später wurde eine weitere Arthrogastren-Form von ausgezeichneter Erhaltung und bedeutender Grösse in der Steinkohle von Zwickau entdeckt, welche H. B. Geinitz als Kreischeria Wiedei ebenfalls zu den Cherneten und zwar näher zu Architarbus stellte.

Keywords

fossilarachnidsspiderspinnen