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Beiträge zur Kenntniss der Flora des Aachener Sandes.

Lange, Theodor

Kurzfassung

Das Material zu vorliegender Arbeit wurde von Herrn Dr. med. Debey in Aachen gesammelt und Herrn Geh. Hofrath Prof. Schenk in Leipzig zugestellt. Die Pflanzenreste wurden den plastischen Thonen, Sandsteinen und Sanden des unteren Senons von Aachen entnommen, einer Schichtengruppe, die von Debey mit dem Namen "Aachener Sand" belegt wurde. Gemäss den verschiedenen Vorkommen ist der Erhaltungszustand der Fossilien ein sehr verschiedener. Aus den Sandsteinen und Thonen liegen nur Abdrücke vor. Die Reste der Sande sind theilweise verkieselt oder in Brauneisenstein umgewandelt; ihre Äussere Form ist vollständig erhalten. Mikroskopische Untersuchung gestattete nur ein vorzüglich erhaltenes Laubholz und einige wenige Zweige von Coniferen. Historischer Rückblick. Eine vollständige Zusammenstellung der geologischen und pal„ontologischen Literatur der Kreide von Aachen findet sich in der oben citirten Arbeit Böhm's. Ich kann mich daher hier auf die Anführung der paläophytologischen Literatur beschränken. Die ersten Beschreibungen der Aachener Reste, die wissenschaftliche Bedeutung haben, finden sich in Schlotheim's Petrefactenkunde, 1820-1823. Derselbe erwähnt Hölzer, Coniferenzapfen und Früchte von Dikotyledonen. Im Jahre 1841 beschrieb Göppert "Fossile Pflanzenreste des Eisensandes von Aachen" (Nova acta Leopold., Vol. XIX, p. II). Ausser einer Anzahl von Früchten wird in dieser Arbeit eine Conifere, Pinites aquisgranenis, behandelt, die, wie ich unten zeigen werde, mit Sequoia Reichenbachi Gein. sp. identisch ist. 1848 wurden von Debey zwei Aufsätze in den "Verhandlungen des naturhistorischen Vereins der preuss. Rheinlande" veröffentlicht: "Uebersicht der urweltlichen Pflanzenreste des Kreidegebirges überhaupt und der Aachener Kreideschichten im Besonderen" und "Ueber eine neue Gattung vorweltlicher Coniferen aus dem Eisensande der Aachener Kreide".

Keywords

palaeobotanikaachengermany