Original paper

Ueber Coccosteus.

Jaekel, Otto

Kurzfassung

In einer brieflichen Mittheilung tritt Herr Trautschold einem Referat entgegen, welches ich ber seine Arbeit: "Ueber Coccosteus megalopteryx Trd., C. obtusus und Cheliopkorus Verneuili Ag.", im Neuen Jahrbuch fr Mineralogie, Geologie und Pal„ontologie ver”ffentlicht habe. In dem genannten Aufsatze hatte Herr Trautschold eine fragmentarische Knochenplatte als Ruderorgan von Coccosteus beschrieben und Coccosteus megalopteryx Trd. genannt. Ich bemerkte in meinem Referate hierzu das Folgende: "Obwohl es nicht mehr zweifelhaft sein kann, dass Coccosteus keine, bezw. keine verkn”cherten vorderen Ruderorgane oder Anne besessen hat, deutet Verfasser immer noch einige Fragmente von Hautknochen als Ruderorgane eines Coccosteus, welchen er auf Grund dieser Stcke C. megalopteryx genannt hat. Wenn man sich auf Grund der Fragme@ute und der Beschreibung des Verf. ein Urtheil ber diese Reste erlauben darf, so scheint es nur sicher, dass Theile von paarigen Extremit„ten eines Fisches vorliegen. Verf. beschreibt zwar die Mikrostructur, aber aus Beschreibung und Abbildung geht nicht, einmal hervor, ob die Grundmasse Knochenk”rperchen enth„lt. Im letzteren Falle w„re wenigstens die Zurechnung der Fragmente zu den Placodermen sicher gestellt." Diese meine Worte, und andere habe ich hierber nie ge„ussert, citirt, wenn man so sagen darf, Herr Trautschold folgendermaassen: "Es wird getadelt, dass ich die dort beschriebenen Ruderorgane zur Gattung Coccosteus gestellt, w„hrend es doch nicht zweifelhaft sein k”nne, dass Coccosteus keine verkn”cherten vorderen Ruderorgane gehabt habe. Letzteres ist betreffs der bekannten schottischen Coccosteus-Arten zugegeben, dass sie aber gar keine Flossen gehabt haben, wird nicht behauptet. Im Gegentheil wird anerkannt, dass Flossen, wenn auch verwesbare, vorhanden gewesen sein mssen, um den mit verh„ltnissm„ssig dicken Platten bedeckten K”rper des Fisches fortzubewegen."