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Geschiebe von cambrischem Sandstein.

Dames

Kurzfassung

Als ich im Jahre 1881 unter der lehrreichen Fhrung von Professor A. G. Nathorst Oeland besuchte, machte mich derselbe kurz, bevor wir von dem an der Westkste gelegenen kleinen Ort Alfvedsj”bodar aus die Insel verliessen, darauf aufmerksam, dass am dortigen Strande sehr zahlreich Ger”lle liegen, welche durch eine merkwrdige, sogen. discordante Parallelstructur ausgezeichnet sind. Es sind meist faustgrosse, bisweilen wohl auch kegelkugelgrosse Rollstcke eines matt r”thlich grauen, auch schmutzig violetten, harten, quarzitischen Sandsteins, der eine der Schichtung parallele, sehr scharfe F„rbungsstreifung zeigt, wo Schichtung berhaupt zu erkennen ist, wie namentlich bei verschiedener Korngr”sse der einzelnen Schichten. Diese Streifung wird nun fast immer von einer zweiten, ebenso scharfen im spitzen Winkel durchschnitten, ja hin und wieder tritt noch eine dritte, die beiden anderen wiederum spitz berhrende oder durchschneidende Streifungsrichtung hinzu. Die Streifen sind abwechlelnd meist hell grau und roth oder violett. - Solche Ger”lle hatte Nathorst schon ein paar Jahre frher auf der am Nordende des Kalmarsundes gelegenen Insel Jungfrun beobachtet und darber in der Aprilsitzung der Geologiska F”reningen 1879 berichtet. Ueber das Alter dieser Sandsteinbl”cke hat er an der angegebenen Stelle nichts ver”ffentlicht, mir aber sp„ter brieflich mitgetheilt, man k”nne annehmen, dass sie dem Fucoiden-Sandstein entspr„chen, da aber der echte, Wurmf„hrten-fhrende Fucoiden-Sandstein von Humlen„s ein anderes Aussehen habe, so sei es auch m”glich, dass der Sandstein von Jungfrun „lter sei. - Daraus geht jedenfalls hervor, dass Nathorst fr die bewussten Ger”lle ein cambrisches Alter annahm, und ich kann nunmehr den Beweis erbringen, dass diese Annahme durchaus zutreffend ist.