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Mehrere Mineralien aus den niederschlesischen Erzrevieren

Kosmann, Bernhard

Kurzfassung

1. Chromeisenstein vom Schwarzen Berge bei Tampadel, Kr. Schweidnitz; 2. Eine Erzstufe mit Bournonit-Krystallen aus dem Bergwerk Bergmannstrost bei Altenberg. Kr. Sch”nau; 3. Mehrere Kupfererzstufen vom Neuen Adler - Schacht der Kupferberger Erzbergwerke bei Kupferberg, Kr. Hirschberg. Der Chromeisenstein stammt aus einem neuen Aufschluss her, welcher durch den Berg-Ingenieur A. Reitsch in einem am Schwarzen Berg bei Tampadel anstehenden Chromerzgange gemacht worden ist. Dieser Aufschluss stellt sich den frheren Entdeckungen anstehender Chromerze zur Seite, welche dem genannten Herrn in den Jahren 1886 und 1887 am Harteberg bei Grochau, westlich Frankenstein, gelungen sind und ber welche der Vortragende in der Vaterl. Gesellsch. f. Schles. Cultur (vergl. Jahresbericht 1887, p. 288) Mittheilung gemacht hat. Gleicwie die Chromerz fhrenden G„nge am Harteberg in dem Serpentin auftreten, dessen Schichten das Gabbrogebirge des Berges umgeben, so setzt auch am Schwarzeberg bei Tampadel das Chromerz in Serpentin auf. Der Schwarzeberg bildet die westlichste Erhebung in der Bergkette, welche, einem Ringwalle vergleichbar, den sdlichen Fuss des Zobten umgiebt. Nachdem am Abh„nge des Schwarzebergs auch das Vorkommen loser Findlinge von Chromerz beobachtet worden, fhrte die aufmerksamere Beobachtung des Kreises ihrer Verbreitung zur Entdeckung einer anstehenden Felsklippe, welche einen 7 m starken Gang von Chromerzen aufwies, und wurde derselbe in einem Tagebau auf 22 m L„nge verfolgt. Zur Zeit ist eine tiefere unterirdische L”sung des Lagers im Gange.