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über die von Brongniart aufgestellte Sphenopteris Hoeninghausi

Potonié, Henry

Kurzfassung

Dieser Farn ist bisher in 2 Formen bekannt geworden. indem von Andrae (Vorw. Pfl. aus d. Steinkohlengeb. d. preuss. Rheinl. u. Westf. p. 13 ff., Bonn 1865 - 69) gezeigt wurde, dass die von Brongniart beschriebene Form mit schwach gelappten Fiederchen letzter Ordnung specifisch nicht zu trennen ist von einer mit tiefer gelappten bis getheilten letzten Fiederchen versehenen Form, da beide durch ganz allmähliche Uebergänge mit einander verbunden sind. Mit Recht hat Andrae die Vermuthung ausgesprochen, die ursprüngliche Brongniart'sche Form möchte die fructificirende, die von ihm bekannt gegebene die sterile vorstellen. Der Vortragende meint nun, dass die Sphenopteris Hoeninghausi keineswegs auf die Schatzlarer Schichten des Carbon beschränkt sei, sondern auch in den tieferen Schichten des productiven Carbon, in den Ostrauer (Waldenburger) Schichten vorkomme, und zwar seien die von Stur (Die Culmflora der Ostrauer und Waldenburger Schichten, Wien 1877) beschriebenen Arten Calymmotheca Larischi und C. Stangeri, wahrscheinlich auch C. Rothschildi und C. Schlehani, identisch mit der Sphenopteris Hoeninghausi, derart, dass die C. Stangeri (auch C. Rothschildi und C. Schlehani) fertile oder doch zur Fructification neigende Exemplare der Splienopteris Hocninghausi, die C. Larischi hingegen sterile Exemplare dieser Pflanze vorstellen.