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Chiastolithschiefer und Hornblende-Porphyrit im Oberlausitzer Flachland.

Klemm, Gustav

Kurzfassung

In seiner "Geognostischen Beschreibung der Preussischen Oberlausitz" (Görlitz 1857) bespricht E. F. Glocker auf S. 138 bis 140 einen aus Grauwacke und Grauwackenschiefer bestehenden Hügelzug, welcher sich von Dubring (SW von Wittichenau im Kreise Hoyerswerda) bis in die Gegend von Kamenz in Sachsen erstreckt. In den östlichsten Ausläufern dieses Zuges bei Dubring gelang es mir im vergangenen Herbste bei der geologischen Aufnahme des Blattes Königswartha der topographischen Specialkarte des Königreichs Sachsen, an mehreren Stellen Cordierit führenden Chiastolithschiefer aufzufinden, sowie einen Gang von Hornblende-Porphyrit, letzteren auch in besonders schöner Ausbildung bei Schmerlitz auf demselben Kartenblatte, welche Gesteinsvorkommnisse weder von Glocker noch von anderer Seise bisher erwähnt worden sind und deshalb im Folgenden kurz besprochen werden mögen. Ihre ausführlichere Beschreibung wird in den Erläuterungen zu der demnächst in den Druck gelangenden Section Königswartha-Wittichenau enthalten sein. Vorher erscheint es jedoch nicht unangebracht, einige Worte über die allgemeine geologische Beschaffenheit ihrer von den Hauptverkehrswegen ziemlich abgelegenen Umgebung zu sagen, deren einförmiger landschaftlicher Charakter auch in geologischer Hinsicht des Interessanten wenig zu versprechen scheint.